17.02.2015 / komba gewerkschaft saarland

Sozial- und Erziehungsdienst:

Mehr Wertschätzung und bessere Eingruppierung


Andreas Hemsing (links) und Klaus Deschang, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft saarland (Foto: © Friedhelm Windmüller, dbb verlag)

Andreas Hemsig, stellvertretender Vorsitzender der Bundestarifkommission und dbb Verhandlungsführer für den Sozial- und Erziehungsdienst, ist in Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort getreten und hat die Forderungen im Einzelnen sowie Prioritäten für die Tarifverhandlungen diskutiert.

„Die Einkommen der Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst sind vergleichsweise zu der Verantwortung, die sie tagtäglich für Menschen übernehmen und den Beitrag, den sie für die Gesellschaft leisten, viel zu gering. Das darf so nicht weiter bestehen“, sagte Andreas Hemsing, stellvertretender Vorsitzender der dbb Bundestarifkommission und Verhandlungsführer bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA).

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wertschätzungstage in Saarlouis (Foto: © Friedhelm Windmüller, dbb verlag)

Im Leben von jedem Menschen kann es Momente geben, in denen man auf besondere Unterstützung angewiesen ist. Dafür gibt es in Deutschland zum Glück viele Einrichtungen. Wir stellen die Frage, was der Gesellschaft dieses starke Netz wert ist. Denn ohne angemessene Bedingungen für die Beschäftigten vor Ort, wird es auf Dauer löchrig werden“, sagte Andreas Hemsing am 28. Januar 2015 beim „Wertschätzungstag“ in Saarlouis.

Hemsing wird für den dbb die Verhandlungen mit den Arbeitgebern führen, wenn es im Frühjahr 2015 um tarifliche Verbesserungen im Sozial- und Erziehungsdienst geht. Um diese Verhandlungen vorzubereiten, haben der dbb und seine Mitgliedsgewerkschaften die „Wertschätzungstage“ organisiert. Dort werden die von der dbb Bundestarifkommission beschlossenen Eckpunkte mit den Mitgliedern vor Ort rückgekoppelt. Gefordert werden insbesondere gerechtere Eingruppierungsregelungen und ein verbessertes Gesundheitsmanagement.

„Bereits heute fehlt Personal, das gilt sowohl bei den Erziehern als auch im Bereich der Sozialen Arbeit“, erklärte Hemsing. „Wollen wir gute Bildung, etwa in unseren Kitas und Ganztagsschulen? Wollen wir echte Fürsorge, etwa durch die Jugendgerichtshilfen, die Sozialen Dienste oder die Seniorenberatungen? Dann müssen wir darin investieren. Denn wenn wir weitermachen wie bisher, fahren wir das System auf Verschleiß.“

Kontakt

komba saarland
Hohenzollernstr. 41
66117 Saarbrücken
Tel.: 0681 6 13 50
Fax: 0681 6 39 10
lg.saarland(at)komba.de